Sankt Martin

Das Vorbild des Heiligen Martin, der sich Not leidenden Menschen gegenüber mitfühlend und barmherzig zeigt, ist ein wichtiges Bild für Kinder. Wie man den Kindern Sinn und Inhalt dieses Festes vermitteln kann, beschreiben wir Ihnen in den folgenden Artikeln.

 

 

Bild von G. de Carvalho aus „Bildmappe für Kinder“, Verlag Urachhaus

 

St. Martin - Zum Erzählen und "Selber Lesen"

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Die Geschichte vom heiligen Martin, in schönen Bildern dargestellt und durch Bild-Symbole "lesbar" gemacht: In dem kleinen Lese-Heft aus dem Karin Deuster Verlag können Kinder die Begegnung mit dem Bettler eindrucksvoll nacherleben und zugleich "erste Geheimnisse des Lesens" entdecken, ohne dass Buchstabenkenntnisse vorweggenommen werden. Ganze Sätze sind durch einfache Bildsymbole dargestellt und mit Bildsymbolen geschrieben - ein spielerisches Annähern an das Phänomen der Schriftsprache.

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Sankt Martin feiern

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Das Vorbild des Heiligen Martin, der sich Not leidenden Menschen gegenüber mitfühlend und barmherzig zeigt, ist wichtig für Kinder, weil sie über dessen Geschichte Mitgefühl verstehen und entwickeln können.

Man kann Kindern den Sinn und Inhalt dieses Bildes vermitteln, indem man vor dem Martinstag die Geschichte des Heiligen Martin  möglichst lebendig erzählt oder mit ihnen das Martinslied singt, das die Geschichte in schöner und einprägsamer Weise wiedergibt. Es gibt schöne Holzfiguren, mit denen das Geschehen dargestellt und nachgespielt werden kann. Vielleicht kann man zusammen ein Martinsbild malen oder eine Laterne basteln und dabei auf die Legende zu sprechen kommen und miteinander überlegen, wo und wann man sich selbst einmal mitleidig gezeigt hat oder in Zukunft barmherzig sein könnte.

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Wer war Sankt Martin?

Der Heilige Martin wurde um 316 geboren und entstammte einer heidnischen Familie aus Pannonien, dem heutigen Ungarn. Seine Erziehung genoss er in Pavia, das damals zu Rom gehörte.

Er lief mit zwölf Jahren von zu Hause fort und musste auf Befehl des römischen Kaisers im Alter von 15 Jahren Ritter werden. Er schloss sich dem christlichen Glauben an und ließ sich mit 18 Jahren taufen. Nach seiner Entlassung aus dem Ritterstand, um die er gebeten hatte, lebte er nach christlichen Idealen und wurde durch seine barmherzigen Taten zum Vorbild vieler Menschen.

Im Jahr 371 wurde er zum Bischof von Tours gewählt, obwohl er selbst das Amt nicht angestrebt hatte.

Die Geschichte von Sankt Martin

stMartin2_cropBild von G. de Carvalho aus „Bildmappe für Kinder“, Verlag UrachhausAn einem kalten, düsteren Novemberabend ritt ein kleiner Trupp junger Ritter auf Befehl des Kaisers von Rom durch Frankreich. Unter ihnen war auch Martin. Die Ritterburschen befanden sich auf einer einsamen Landstraße, ein eisiger Wind wehte und es begann zu regnen und zu schneien. Sie waren in Eile, denn sie wollten ihr nächstes Ziel noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Vor den Stadttoren von Amiens entdeckte Martin einen Bettler, der nur mit Lumpen bekleidet versuchte,  vor der Kälte Schutz zu finden. Die anderen Ritter kümmerten sich nicht weiter um ihn und ritten rasch weiter. Martin aber hielt sein Pferd an und teilte, da er sonst schon alles weggegeben hatte, seinen eigenen, warmen Mantel mit dem Schwert. Er reichte dem armen Mann die Hälfte des Mantels und ritt dann rasch davon.

Der Legende nach erschien ihm in der folgenden Nacht im Traum Christus in der Gestalt des Bettlers, angetan mit dem halben Mantel, und dankte Martin für seine Barmherzigkeit. Nach diesem Erlebnis ließ Martin sich taufen.

Das Lied vom Sankt Martin

ST_MARTIN_OstheimerSt. Martin mit Bettler von OstheimerIn dem Lied vom Sankt Martin ist die ganze Geschichte enthalten. Gerade kleinere Kinder lieben das Lied und man kann es nicht nur beim Laternenumzug, sondern in der Zeit um Martin beispielsweise auch beim Basteln am Nachmittag oder als Einschlaflied singen.

 

Sankt Martin, Sankt Martin,

Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,

sein Ross, das trug ihn fort geschwind.

Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,

sein Mantel deckt ihn warm und gut.

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Laternelaufen

LaternenumzugAn einem dunklen Novemberabend das Licht der eigenen Laterne in die Dunkelheit zu tragen, ist ein einprägsames Erlebnis für Kinder und von hohem Wert für ihre Herzensbildung. „...da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir“ singen die Kinder, und man meint zu spüren, wie wir durch das Licht in den Laternen mit den leuchtenden Sternen im Himmel verbunden sind. Ein feierlicher Moment, der sich auch in den Kinderaugen widerspiegelt.

Daher sollte man fürs Laterne laufen einen stillen, ruhigeren Ort wählen. In der Stadt geht man vielleicht in einen Park, statt auf beleuchteten Straßen zwischen Verkehr und Passanten, wo die Laternen gar nicht so zur Geltung kommen und sich die Kinder nicht so recht auf ihr Lichtlein konzentrieren können. Wichtig und schön ist es, wenn die Eltern beim Laternelaufen den feierlichen Moment mitragen. Gespräche über das Tagesgeschehen kann man vielleicht auf hinterher verschieben und stattdessen mit den Kindern mitsingen.

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