Kugelbahn spielen

nic multibahn gross„Jetzt darf aber endlich ich“, meldet sich Konstantin, vor Aufregung tritt er von einem Bein aufs andere. Konstantin (3) und sein Bruder Leo (5) haben zu Ostern eine große Kugelbahn von Oma und Opa geschenkt bekommen, seitdem wetteifern sie täglich miteinander und beobachten immer wieder aufs Neue den Lauf der bunten Kugeln.


Warum Kinder so gerne mit einer Kugelbahn spielen und was sie daran fasziniert.

Nicht zufällig findet sich in vielen Arztpraxen, Ergotherapieräumen und Kindergärten eine Kugelbahn, denn dieses Spielzeug spricht besonders die kindliche Neugier und Experimentierfreude an.


Wie funktioniert die Welt?
Alle Kinder sind von Natur aus kleine Forscher, die verstehen wollen, wie die Welt um sie herum funktioniert. Dazu gehören natürlich auch das Gesetz der Schwerkraft und die Idee der schiefen Bahn.
Wie magisch angezogen, trippelt Sira zur Kugelbahn und legt vorsichtig die erste Kugel auf die Bahn und stellt erstaunt fest: „Wenn ich eine Kugel hineinlege, rollt sie hinunter.“ Immer wieder legt sie eine neue Kugel ein. Jeden Tag probiert sie aus, ob die Kugel immer noch nach unten rollt. Mit der Zeit lernt Sira, der Verlässlichkeit ihrer Beobachtung zu vertrauen. Sie versteht, dass die Regel immer gilt, auch am nächsten Tag und in der nächsten Woche. So gelangt sie spielerisch zur Gesetzmäßigkeit.

„Warum rollt die rote Kugel schneller?“
Konstantin und Leo sehen sehr genau hin und wollen herausfinden: Wann beschleunigen die Kugeln und wann verlangsamen sie? Was passiert auf einer steilen Ebene im Vergleich zu einer flacheren? Welches Rollelement oder welche Kugel gelangt am schnellsten ans Ziel, die blaue Kugel oder die bunt gemusterte Scheibe, die Männchenfigur oder das kleine Rennauto? Wie drehen sich die verschiedenen Formen? 

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Gewagte Versuchsreihen
„Ob das wohl auch geht?“, jetzt steht Konstantin  vor seiner Kugelbahn und legt vorsichtig seine Lieblingsspielfigur, „den schwarzen Ritter“, in die Bahn. Leo hat inzwischen aus der Küche diverse Gegenstände zur Kugelbahn gebracht und deren Lauf  verfolgt. Glückt es der Plastikeieruhr ganz bis nach unten zu rollen oder wird sie aus der Kurve geschleudert? Wie verhält es sich mit Mama Klebestift? Der ist zwar zylinderförmig, aber klappt es trotzdem?
Schön, wenn Kinder unabhängig von dem Spielzeug und den vorgegebenen Elementen, frei spielen dürfen und selbstständig auf die Suche nach neuen Erfahrungen gehen.

Kugelixerweitert
Ruhe und Konzentration
„Simon, kommst du bitte?“, Mama fragt nun schon zum zweiten Mal, denn der Arzt hat die Türe zum Sprechzimmer geöffnet und bittet die beiden hinein. Doch Simon hört nichts, er hat die Welt um sich herum vergessen, ebenso wie seine Angst vor dem Arzt. Mit großer Konzentration hat er in der vergangenen Viertelstunde die Kugeln rollen lassen. Seine Mutter staunt, so ausdauernd und konzentriert spielt Simon selten. Der Arzt ist gar nicht verwundert, denn er konnte schon oft beobachten, dass sich selbst sonst sehr unruhige Kinder ins Spiel mit den Kugeln vertiefen und sich kaum von dem gleichmäßigen und rhythmischen Klackern lösen können. 

Übung macht den Meister
Wenn Sophie (18 Monate) zu Besuch ist, müssen Konstantin und Leo Geduld beweisen. Die Kleine kann die Kugel einfach noch nicht an die richtige Stelle bringen. Doch Sophie gibt nicht auf, unermüdlich versucht sie, es den großen Jungs nachzutun, bis ihr Händchen das Ziel findet. Das ist ein wichtiger Prozess, den man nicht unterbrechen sollte.
Kleine Kinder tun sich anfangs noch schwer, die Kugel auf die Bahn zu legen, sie müssen sich abmühen, denn es gehört einiges Geschick dazu, Kugeln auf die Schiene zu setzen oder fest steckende Rollteile zu befreien. Bis sich die Koordination von Auge zu Hand sicher herausgebildet hat, brauchen Kinder viel Zeit und Ruhe zum Üben.

Klappt es und die Kugel liegt am richtigen Ort, erleben Kinder umgehende das Prinzip von Ursache und Wirkung, dessen was sie angestoßen haben: „Aha, ich lege also die Kugel ein und sofort geht es abwärts.“ Die Kugel rollt los, nimmt langsam Fahrt auf und klackt in ruhigem Rhythmus, wenn sie in die nächste Ebene fällt, bis sie am Ende ausrollt.

Gespannt verfolgen, was passiert, aber nicht zu angespannt sein: Auch darum ist das Spiel mit der Kugelbahn für Kinder so wohltuend.

 

Größere Kinder und Erwachsene kommen mit dieser äußerst vielfältigen Kurvenkugelbahn schnell ins Experimentieren:  Wie weit kann die Kugel zwischendrin springen? Wie baue ich, damit die Kugel eine möglichst lange Zeit unterwegs ist? Kleinere Kinder spielen ausdauernd mit einer fertig aufgebauten Bahn. Alle Teile sind aus massivem Buchenholz gefertigt und werden mit festen Kupplungen aus Rindsleder verbunden. So steht die Kugelbahn schon stabil, wenn sie nur an wenigen Stellen mit Büchern, Klötzen oder anderem gestützt wird. Die immer andere Kurvenkugelbahn können Sie in Sets oder auch als Einzelteile beziehen, bei allen Teilen sind die notwendigen Kupplungen dabei.Kleiner GrundkastenGroßer GrundkastenErgänzungkasten SonderteileZum Auf- und Umbauen ab 9 Jahre

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Bausätze für die Großen

Für ältere Kinder geht es mehr um räumliches Denken und um Logik. Peter (6) spielt mit einem Bausatz für eine Kugelbahn, die aus verschiedenen Elementen besteht, die Kuppelungen sind aus Rindsleder. Sie kann auf verschiedene Weise zusammengesetzt werden kann. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Neigung von jedem einzelnen Teil verstellen. Peter steht vor vielen Fragen: Wie muss die Bahn aufgebaut werden, damit die Kugeln schön rollen? Wo muss er Kurven einbauen und wo eine neue Ebene? Wie steil darf die Bahn sein, damit die Kugel nicht aus der Kurve fliegt? Er muss planen und gut nachdenken, damit seine Kugelbahn funktioniert. Nach jedem Schritt lässt er die kleine kugel rollen und testet, ob sein Vorgehen sinnvoll war. 

 
Eine sandige Kugelbahn - selbst gebuddelt!
Kinder brauchen nicht unbedingt eine fertige Kugelbahn. Oft entwickeln sie im Sandkasten ein ähnliches Spiel.
„Wir brauchen noch mehr Wasser, damit es hält“, Lena holt sich noch ein Einerchen voll. Sie und ein paar anderen aus der Kindergartengruppe klopfen einen großen Berg fest. Vorsichtig ziehen die Kinder mit ihren Fingern spiralförmige Furchen in den großen Sandhaufen. Sie erhöhen und befestigen die Ränder der Bahnen mit extra feuchtem Sand. „Sonst rollen die Murmeln aus der Bahn“, erklärt Lena der Erzieherin. Sie ist stolz auf ihre Idee, den Berg als Kugelbahn für die Murmeln zu nutzen.
Die älteren Kinder greifen das Spiel von Lena auf. Auch bei ihnen wird ein großer Sandberg zur Bahn. Doch die größeren Kinder fertigen ihre Kugeln selbst. Sie formen handgroße Knödel aus Sand und Wasser, die so fest und verbacken sind, dass sie am nächsten Tag noch halten! Sie buddeln Tunnels und unterirdische Gänge für die Kugeln in den Berg. Ob die Kugel wohl hindurchpasst?

BausatzKugelbahnGrimxsWelche Kugelbahn ist für welches Alter geeignet?


Kugelbahnen gibt es für alle Entwicklungsstufen. Für Kleinkinder kann man ganz einfach eine kleine Kugelbahn kaufen, die sie auf dem Boden sitzend bespielen können.

Kleinkinder sind begeistert, wenn sie eine Kugel oben hinein legen, die unten wieder heraus rollt.
Für ältere Kindergartenkinder gibt es feste größere Kugelbahnen sowie richtig große Kugelbahnen, die so hoch sind, dass Kinder im Stehen damit spielen können.
Außerdem gibt es noch die Variante der Duo-Kugelbahnen, das sind Bahnen, die zwei Schienen haben, die gleichzeitig bespielt werden können.
Während kleineren Kindern montierte, feste Kugelbahnen viel Freude machen, finden ältere Kinder eine angemessene Herausforderung in einem Kugelbahn-Bausatz. Nun sind logisches und räumliches Denken sowie  Geschicklichkeit gefragt.
Wenn Kugelbahnen von mehreren Kindern gebaut und bespielt werden, müssen sie sich auf Bauweisen und Regeln einigen, das ist eine gute Übung für das soziale Miteinander.

 

Zum Thema Murmelspiel und Sozialkompetenz finden Sie ein interessantes Interview mit hier.

 

                                                                  

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